Die Geschichte des Jiu-Jitsu

Seit über 100 Jahren in Deutschland

Jiu-Jitsu, die sanfte Kunst – eine der ältesten „waffenlose“ Verteidigungsarten, die auf der Kraft des Angriffs aufbaut. Selbstverteidigung, die alte und neue Art, Freude an der Bewegung zu entdecken – geistige Disziplin lernen – körperliche Harmonie.

Selbsterziehung und Beherrschung führen zum Erkennen und Fortschritt der eigenen Fähigkeiten: Streit vermeiden durch Selbstbeherrschung! Kampf vermeiden durch Nachgeben! Angriffe abwehren und Körperbeherrschung! Furcht zerstören und überwinden durch Sicherheit und Selbstvertrauen! Dies alles wird in dieser Schule in seriöser Ausbildung für alle Altersgruppen angeboten. Die Örtlichkeit der Schule, ebenso die Ausstattung (modernste Belüftung!) und die gesamte Atmosphäre tragen dazu bei, das Niveau dieser wunderbaren Sportart wieder als das darzustellen, was sie vom Ursprung bedeutet: Selbstertüchtigung, geistige Werte und moralische Verantwortung lernen.

Es wird allgemein angenommen, dass das Jiu-Jitsu aus Japan stammt, und es ist unbestritten, dass die Japaner diese Art des Kampfes in den vergangenen 300 Jahren verfeinert und in der heutigen Art bekanntgemacht haben. Doch Kenner der Szene sind sich einig, dass diese alte waffenlose Kampfkunst ihren eigentlichen Ursprung im europäischen Raum hat, jedoch durch die unterschiedlichsten Gründe der Regierungsformen und der gesellschaftlichen Strukturen verloren gegangen ist.

Der Japaner Professor Jigoro Kano machte das Jiu-Jitsu in seinem Land zu einem Volkssport und entwickelte später daraus das heute bekannte Judo als sportlichen Wettkampf. Im Judo wird der Wettkampf nach Punkten gewertet, während im Jiu-Jitsu der Kampf beendet ist, wenn ein Gegner aufgibt oder besiegt ist. Um ca. 1925 wurde die Kampfform des Judo auch in Deutschland bekannt. In beiden Kampfarten steht die Disziplin, die Körperertüchtigung, Ausdauer und Fairness an erster Stelle.

Erich Rahn, der das Jiu-Jitsu in Deutschland einführte und vor allem öffentlich bekannt machte, stellte sich dies zur Lebensaufgabe, diese Art der Selbstverteidigung allen Menschen näherzubringen. Durch Handelsbeziehungen seines Vaters lernte er von einigen Japanern die Anfangsgründe dieser Kampfkunst. Später wurde er von einem hervorragenden Meister des Jiu-Jitsu, Katsukuma Higashi, gelehrt und ausgebildet. Erich Rahn gründete 1906 die erste Sportschule für Jiu-Jitsu in Berlin.

  • 1910 führte Erich Rahn das Jiu-Jitsu bei der Berliner Kriminalpolizei ein.
  • 1912 besucht Prof. J. Kano die Sportschule Erich Rahn.
  • 1913 wird das Jiu-Jitsu durch Erich Rahn bei der Militär-Turnanstalt in Berlin und Potsdam eingeführt.
  • 1919 wird der offizielle Jiu-Jitsu-Unterricht bei den uniformierten Polizeiorganen in Berlin und in anderen Städten Deutschlands eingeführt. Tourneen durch Deutschland bei Varieté und Zirkus verbunden mit Schaukämfpen und Siegen über bekannte Ringer, Boxer und Raufbolde machten das Jiu-Jitsu bekannt.
  • 1921 Ausbildung der Justizbeamten in Gefängnissen und Zuchthäusern in Berlin und München durch Erich Rahn.
  • 1923 – 32 Gründung verschiedener Verbände für Jiu-Jitsu und Judo durch Erich Rahn und Alfred Rhode.
  • 1923 wird Erich Rahn als Dozent für Jiu-Jitsu an der Hochschule für Leibesübungen in Berlin berufen.
  • 1930 wird Rahn Jiu-Jitsu-Lehrer an der Heeressportschule in Wünsdorf bei Berlin.
  • 1933 gründet Alfred Rhode die „Europäische Judo-Union“.
  • 1935 Prof. Kano zum zweiten Mal in Deutschland. Erste Vorbereitungen zur Eingliederung des Judo in die Olympiade Berlin 1936.
  • 1945 wird Judo und Jiu-Jitsu durch ein Militärgesetz zusammen mit Fechten und Schießen verboten.
  • 1949 erfolgt die Freigabe dieser Sportarten.
  • 1950 Wiedereröffnung der Sportschule Erich Rahn in Berlin nach dem Krieg.

Bis 1965 erfolgen verschiedene Gründungen einzelner Fachverbände und vor allem die Anerkennung der Verdienste des Erich Rahn durch viele Ehrungen und Auszeichnungen. Durch alle diese Aktivitäten, in denen es ihm nur darum ging, das Jiu-Jitsu bekannt zu machen, wurde es letztlich als der Meister der 1.000 Jiu-Jitsu-Griffe bekannt.

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